KlimaTisch

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Eine multimediale Ausstellung zum Klimawandel

Tischgespräche mit der vietnamesischen Bevölkerung

 

StartVietnam gehört zu den fünf vom Klimawandel am stärksten bedrohten Staaten der Erde. Wie es den Menschen in diesem Land ergeht und welche Ängste und Befürchtungen sie in Hinblick auf die ihre Zukunft haben, ist oft unbekannt ihre Stimmen werden in den internationalen Medien nur selten beachtet.

Im Rahmen eines internationalen Projekts zu partizipativen Medien wurden mehrere vietnamesische Journalisten-Teams in video- und fotografischen Workshops geschult. Sie dokumentierten daraufhin einen Querschnitt ihrer Bevölkerung auf dem Land, in der Stadt und an der Küste.

Um den portraitierten Personen die Möglichkeit zu geben, ihre Sorgen hinsichtlich des Klimawandels mit der Öffentlichkeit zu teilen, wurde die Ausstellung „KlimaTisch“ im Projekt “Partizipative Medien für eine klimagerechte Welt“ im Rahmen von Projektworkshops mit jugendlichen TeilnehmerInnen und unter Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften konzipiert und entwickelt.

Weitere Informationen finden sie auf der Projektwebseite. Dort finden sie auch Informationen zur Ausleihe der Ausstellung für ihre Bildungsarbeit.

Das Buch zur Ausstellung können Sie hier kostenlos downloaden oder beim Archivverbund  www.archiv3.org ausleihen.

Buch KlimaTisch Einband

 

Blick in die Ausstellung

 

Diese Ausstellung wurde entwickelt im Rahmen des Projektes „KlimaTisch – Partizipative Medien für eine klimagerechte Welt“ durch die Gesellschaft für internationale Solidarität und Partnerschaft – Gespa e.V. in Kooperation mit Bildung trifft Entwicklung – Regionale Bildungsstelle Nord.

 

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit Mitteln der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

Get A Way

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.“
Artikel 1 und 16a Grundgesetz

Roll Up Anfang web„Get A Way“ ist ein partizipatives Fotoprojekt in Südniedersachsen. Die Gesellschaft für Internationale Solidarität und Partnerschaft – Gespa e.V. realisiert innerhalb dieses Projektes Medienworkshops mit jungen Flüchtlingen und Jugendlichen aus Deutschland.

Die multimedialen Workshops sind in diesem Zusammenhang ein kooperatives Verfahren, das visuelle Dokumentation in Form von Fotografie und Erzählung verbindet: Die Teilnehmer*innen erhalten die Möglichkeit visuelle Reportagen über ihre eigene Lebenswelt zu erstellen, um Veränderungs- prozesse zu initiieren und ihre Assoziationen zum Thema Flucht und Migration in Bildsprache zu übersetzen.

 

Das veröffentlichte Buch zur Ausstellung können Sie hier kostenlos downloaden

Get A Way online Einband

 

Mehr Informationen gibt es auf der Projektwebseite:
www.partizipativemedien.wordpress.com

 

Blick in die Ausstellung

 

Hintergrund

Im Jahr 2016 beantragten 722.370 Menschen Asyl oder subsidiären Schutz in Deutschland. 36,2 Prozent von ihnen waren unter 18 Jahre alt. Flüchtlinge die ihre Heimat verlassen finden sich in einer oft fremden Kultur wieder. Gerade unbegleitete Minderjährige haben es schwer den fehlenden Familienzusammenhalt zu kompensieren. Für sie ist es wichtig, sich ein Stück Kultur ihrer Heimat auch in Deutschland zu bewahren.

Zeitvertreib und langes Warten sind für viele jugendliche Flüchtlinge Assoziationen, die sie mit ihrem Aufenthalt in Deutschland verbinden. Die Wartezeit in den Erstaufnahmelagern bis zum Entscheid über ihren Schutz- oder Asylantrag dauert oft sehr lang und fügt sich nur schlecht in die schnelllebige Welt der Jugendlichen. 2016 dauerte es durchschnittlich 7,3 Monate, bis das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge – BAMF über einen Antrag entschieden hatte. Besonders lange dauert es bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die durchschnittlich 10,1 Monate auf eine Entscheidung warten mussten.

Auch die Enge in den Heimen ist für viele Flüchtlinge eine große Herausforderung. Wieviel Wohnfläche einem Flüchtling zusteht regelt dabei das jeweilige Bundesland. Die Spanne reicht von 3,1 bis 7,5 qm pro Person – oft müssen viele Flüchtlinge sogar in fensterlosen Räumen ihr Quartier beziehen.

Nach Selbstauskünften von Flüchtlingen kostet die Flucht neben der Gefahr das eigene Leben zu verlieren pro Person zwischen 4.000 und 10.000 Euro. Viele Menschen sind mehrere Wochen bis Monate unterwegs und erleiden dabei extreme Entbehrungen. Sie müssen Ausdauer und Organisationstalent unter Beweis stellen. Einige Flüchtlinge fühlen sich nach Überwindung dieser Strapazen selber als Helden. In Deutschland angekommen haben sie ihr gesamtes Geld ausgegeben und hoffen auf einen Neuanfang.

Quellen: Berliner Zeitung (23.12.2015); Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (11.01.2017); Handelsblatt (18.08.2015); Zeit online (19.08.2016)

Finanziert wird dieses Projekt durch die Niedersächsische Lotto Sport Stiftung sowie durch Bildung trifft Entwicklung / Regionale Bildungsstelle Nord.

Sweet Lime

Ansichtskarten aus Indien – Ein partizipatives Strassenprojekt

sweet lime DinA2 mit Rand

In Indien steht Ironie hoch im Kurs, es wird gerne gelacht aber man fügt sich auch seinem Schicksal. Glück und Unglück – Süßes oder Saures liegen oft dicht beisammen.

„Sweet Lime — Ansichtskarten aus Indien“ durchleuchtet den Alltag Indiens. Diese etwas „andere“ Sicht auf ein Land ist entstanden durch ein partizipatives Fotoprojekt. Überwiegend unter prekären Verhältnissen lebende Menschen aus Südindien portraitierten dabei zusammen mit einem professionellen Fotografen ihre eigene Bevölkerung aus einem selbst-ironischen Blickwinkel. In den Workshops wurden nach Einweisung in die fotografische street-art Technik unterschiedliche Themenfelder eigenständig entwickelt, wie z.B.: Unser Land und seine Religionen; Die indische Gesellschaft; Wichtige Verhaltensregeln; Die indische Gastfreundschaft, Indische Sehenswürdigkeiten; Mobilität; Freizeit am Strand; Die Rolle der Frauen in der indischen Gesellschaft, Das Kastenwesen und weitere.

Die Teilnehmenden wählten dabei ihre zu portraitierenden Themen selber aus und begleiteten die fotografische Umsetzung mit einem Fotografen. In kleinen Vorstellungsrunden wurden die Ergebnisse auf öffentlichen Marktplätzen in Indien präsentiert.

sweet lime textDie daraus entstandene Fotoausstellung wurde in die deutsche Sprache übersetzt und kann ausgeliehen werden (Kontakt). Sie besteht aus 16 großformatigen Bildern (DinA2), die auf ausleihbaren Staffeleien ausgestellt werden können sowie 30 kleineren Bildern im Format 13×18. Die Rückseite der kleinen Bilder ist als Postkarte gestaltet und enthält Informationen zum Alltagsgeschehen in Indien. Bei Platzmangel können auch Bilder in einem Postkartenständer zur Ansicht aufbewahrt werden.

 

Einblick in die Bildergallerie

 

Hier gibt es die ins deutsche übersetzte Gesamtbroschüre “Echt Stark” zum download

Echt Stark Einband

Shadows Faces

“Shadows Faces”, a participatory Storytelling project about Hanoi´s “Freelance Workers” working in the shadow economy.

Most of the Hanoian poor people do not get the chance of employment. Therefore they have to find there own buisiness. As it is part of the society, there is a lot of creativity in Hanoi to set up private buisinesses and to make at least some income. In this project, informal workers came together with vietnamese youth people interested in telling and sharing stories about the social situation in Vietnam. PariticipatoryStory ran workshops and trainings for interested participants to share the information about their success stories and their living conditions to inform decision makers about the quality and usefullness of this economy for the vietnamese society. Parts of this project have also been used for the exhibition “KlimaTisch” – Participatory Storytelling.

Mr. Tran Quyet Thanh, bottle collecturer living on a houseboat in the Red River is explaining his daily life and nighty work.

 

Mr. Duc Minh Hoang, Casual Worker and Fishermen living next to a sewage tunnel about his living condition and creativity to find casual jobs everyday.

 

Family Dong, Lotus flower farmers at the West Lake Hanoi, tells their story about poor income but beautifull living.

 

This project has been realized in Vietnam with kind contribution of

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Net-Working

trawl fishery in India

285_8539_verbessert druck KopieFishermen’s daily net-work is teamwork. In the early morning or late afternoon, the  trawling starts with setting up the team by sitting together having a chai tea or a collective pray in hope of a good catch. Hierarchy plays an important role during this procedure as the boat owner has to distribute the catch afterwards. Although many  fishermen can not swim, they are proud sailors and experienced navigators even when they sail out to the dark without any additional instruments or torches. Stars and lighthouses become their compass than. Back in the harbour, the scene is getting rush and sometimes aggressiv. The hired workers want to have their portion of the catch, the dockers try to carry as much fish as they can and the intermediary vendors bargain for the best fish available with downgrading the prices. Another fishing technique, for those who don’t own a boat or who’s boat is too small for sailing far, is the onshore trawling. Mostly late afternoons, the locals get together to outlay their shared nets which easily can reach a length of one hundred meters.

IMG_7144 druck KopieSeveral times the net is pulled back to the beach by a crowd of man. Mostly small and very few fish is catched by this practice and shared between huge groups of people. Deviding the catch goes along with forceful action as everybody wants to feed his familiy.
The stationary fishermen at Cochin have their very own technique, that Chinese people brought to India. Huge wooden constructions hold the nets which are dropped to the sea right before the tide starts and pulled up again when the high tide is over. During that time the fishermen sit and wait together, while having a chat. Hours later, pulling the hopefully rich-filled net out of the water means a lot of exhausting work, one alone can’t handle. The Backwaters provide an alternative income to fishermen. For coconut fiber production, the coconut needs to dwell in the water of the numerous lakes. After a couple of weeks the basic raw material is ready to be pulled out of the water for further production of ropes.

286_8696 druck KopieAfter the Tsunami 2004 many glass-fiber ships were destroyed. An old manufacturing craft was recovered after the impact; the production of wood-boats, made all by hand, direct on the beach. This enabled the fishermen to afford new ships and also strengthened the local micro-economy. The family income, financial spending and investment mainly is managed by the fishermen’s wifes. Mostly they take the leading part during negotiations of any kind. No doubt, the future of fishery at the Indian coastline is uncertain. International trawlers catch most of the fish leaving behind only small species for locals. The next generation still learn the craft to fish from their parents. Even without much alternatives, the youth view is still optimistic, maybe well-founded through the strong religious beliefs and faiths.

download the ebook here (contains videos)

Fishermen Einband II

During this project a photografic exhibition was developed, which is lendable from our project partner: Bildung trifft Entwicklung (BtE). If you are interested just contact us.

 

 

Gallery

Estimar el bosque

DSC00658Die Wertschätzung des Waldes

Partizipative Fotografie in Bolivien

Die Alto Beni Region in Bolivien ist Heimat der Mosetene Indigenen. Im Zuge von andinen Umsiedlungsprojekten in den 1980er Jahren, wurden viele Quechua Indigene aus dem bolivianischen Hochland in dieser Region seßhaft.
bol33_02Durch die stärkere Zersiedelung der gesamten Gegend nahm der Druck auf den Wald zu. Der mit der Besiedelung einhergehende Strassenbau, eröffnete Holzdieben die Möglichkeit, im grossen Stil Wald zu roden. Unzufrieden mit diesen Entwicklungen, entstanden in den 1990er Jahren die Organisation OPIM (Organicacion de los Pueblos Indigenas Moseten – Organisation de Mostene Indigen) und später OMIM (Organicacion de los Mujeres Indigenas Moseten – Organisation der Mosetene Frauen). bol_d_01_013Im Rahmen der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit gründete sich bereits früher die Kakao Kooperative El Ceibo mit ihrem forstlichen Beratungsprogram PIAF. Um eine bessere Zusammenarbeit zwischen Mosetene und Quechua Indigenen zu erreichen, und um den bolivianischen Land- und Forstgesetzgebungen zu entsprechen, wurde die Entwicklung eines Forstbewirtschaftungsplan (Plan General de Manejo Forestal- PGMF) gestartet. Oliver1Im Zuge dieses Entwicklungsplans wurden Sozio-Ökonomische Anlysen durchgeführt, um die Lebensumstände und die Bedeutung des Waldes für die Alto Beni Bewohner zu evaluieren. Die gerechte Verteilung der Ressource Wald, als auch die zukünftige nachhaltige Bewirtschaftung sollen damit sichergestellt werden.

Beispielhafte Ergebnisse der sozio-ökonomischen Umfragen belegen, dass 98% aller Teilnehmer das Gefühl haben, dass Tierarten aus ihren Wäldern verschwinden. 88% sehen ebenso einen Artenschwund unter den Waldbäumen. 48% der Männer empfinden, dass Konflikte um die Landnutzung zugenommen haben, wobei nur 14 % der Frauen Konflikte empfinden. DSC00767Allerdings fühlen sich 50% der Mosetene Frauen insgesamt nicht
an den Entscheidungen bezüglich des Forstmanagements beteiligt. Insgesamt 32% der Teilnehmer sehen in den Problemen vor allem einen Konflikt mit Dritten (z.B. externen Forstbetrieben). 50% der Frauen und 65% der Männer glauben, dass mit der zukünftig stärkeren Forstnutzung ihre Kultur starken Veränderungen unterworfen sein wird. 73% aller Befragten meinen Auswirkungen zugenommener Erosion auf forstlichen und landwirtschaftlichen Flächen deutlich spüren zu können. 83% fürchten darüberhinaus, dass durch die stärkere Forstnutzung eine Veränderung des Klimas in ihrer Region stattfinden könnte.

DSC00671Um die empirisch quantitativen Aussagen durch qualitative Bewertungen zu begleiten, wurde zusätzlich zu den sozio-ökonomischen Umfragen, die Methodik der partizipativen Fotografie als Monitoring-Instrument angewandt.
Interessierte Teilnehmer aus der gesamten Region wurden aufgefordert, unter der Fragestellung: “Was bedeuted mir der Wald?”, eine kleine Fotoreportage bezüglich ihrer persönlichen Lebenssituation zu erstellen. DSC00684Die Bilder wurden später zusammengetragen und von den Teilnehmern vorgestellt und
diskutiert. Während einer Tagung zur “Zukunft der Indigenen Bevölkerung Boliviens” in La Paz 2003, wurden diese Bildgeschichten in einer Ausstellung vor Stakeholdern der Politik und der breiten Öffentlichkeit präsentiert und erhielten grossen Zuspruch aufgrund ihres qualitativ informativen Charakters
über die Situation der Indigenen im Alto Beni Tal.

 

Einige Stimmen aus dem Buch

vivero S.J.4“Der Wald gibt uns Arbeit. Hier in der Baumschule sammeln wir die Samen der besten Bäume in der Region und erhalten so die genetische Vielfalt. Die fertigen Setzlinge werden von uns ausgepflanzt oder den Forst Rangern von OPIM übergeben. Das Sammeln der Samen ist schweißtreibende Arbeit. Wir klettern in die Bäume und anschliessend werden die Früchte vom Fruchtfleisch getrennt, damit die Samen nicht verschimmeln. Die
getrockneten Samen bewahren wir in unserer Samenbank auf, wo sie lange haltbar sind.”

portait teilnehmer jonnyJonny
Forsttechniker PIAF
Einwohner von Sapecho

 

 

 

bol41_09“Wir nutzten den Wald schon immer. Als Rohstoff für unsere Häuser und zur Jagd. Unser Leben hängt vom Wald ab. Aber wir wollen nicht, dass externe Forstbetriebe unseren Wald ausbeuten. Wir wollen ihn schonend und nachhaltig nutzen und das Holz lokal verarbeiten. Wir arbeiten darum eng mit den Technikern von PIAF zusammen. Leider gibt es immer wieder Konflikte und Holzdiebstahl. Wir Ranger pflanzen für jeden gefällten Baum drei neue Setzlinge, die wir aus der Baumschule von PIAF bekommen. Die Holzdiebe zerstören alles ohne Rücksicht und sorgen sich nicht um die Zukunft unserer Region.”

Portrait TeilnehmerPlacido
Forst Ranger OPIM
Mosetene
Einwohner von St Ana

 

 

bol29_02“Neuerdings verdienen wir unser eigenes Geld mit dem Einkochen von Fruchtmarmelade. Früher konnten wir das saisonale Obst nicht gut verkaufen oder haben auf den lokalen Märkten nur einen sehr geringen Preis bekommen. Jetzt kochen wir Marmelade und verkaufen sie bis nach La Paz. Jetzt wo wir was verdienen, akzeptieren die Männer viel eher das wir Frauen uns in einer Kooperative zusammenschliessen. Die meisten Früchte wachsen in Agroforstparzellen auf unseren Flächen. Viele Früchte sammeln wir aber auch direkt im Wald. Der Wald hat daher eine grosse Bedeutung für uns, ohne die Baume auf unseren Feldern und somit ohne Überschattung würde es auf den Feldern viel zu warm für einige Fruchtsorten, aber auch zum Arbeiten wäre es zu heiß. Im Wald oder in den Agroforstparzellen ist das Klima angenehmer.”

Portrait TeilnehmerSerafina
Präsidentin OMIM
Mosetene
Einwohnerin von St. Pedro

 

 

 

Deckblatt Partizipative Fotografie in Bolivien-1

 

 

 

 

download Projektbroschüre

 

Diese Projekt entstand in Kooperation mit dem

Deutschen Entwicklungsdienst und dem Centro de Formacion y Realizacion Cinematografica in Bolivien

cefrecded-bild

Brücken bauen

Partizipative Fotografie zur Traumabewältigung nach dem Kosovo Krieg in Novi Sad, Serbien

August 2000

Im Rahmen eines humanitären Hilfsprojektes für ein Jugend- sowie ein Behindertenheim in Novi Sad Serbien, wurden im August 2000 medizinische Güter sowie allgemeine Gebrauchsgegenstände in die vom Kosovo-Krieg stark zerstörte Stadt gebracht. Zur Traumabewältigung der Kinder und Jugendlichen wurde darüberhinaus ein generationenübergreifendes partizipatives Fotoprojekt gestartet. Die Teilnehmer hatten so die Möglichkeit, ihre Erlebnisse visuell zu verarbeiten, sich über Ängste und Hoffnungen auszutauschen und somit eine Brücke zu ihren Generationen aufzubauen

für ebook download hier klicken

Buch Cover Novi Sad Seite 1

Auszug aus dem ebook:

Veternik, Heim für Menschen mit Behinderung

“Mein Name ist Ninko.”

beh2mIch habe den Krieg hier in Veternik miterlebt. Wir waren nur noch wenige im Heim, vor allem die Mitarbeiter und Betreuer mussten zu ihren eigenen Familien, aber ein paar sind auch geblieben. Wir hatten Angst, vor allem die Jüngeren. In der Zeit waren wir auf uns alleine gestellt, das hat uns wie Brüder zusammengeschweißt, wir waren für uns verantwortlich. Nach dem Krieg fand ich schlimm wie kaputt alles ist, es wird noch lange dauern bis alle Spuren verschwunden sind”

Projektgallerie